Von der Schönheit unlösbarer Probleme

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Die meisten Menschen kennen dieses Gefühl, wenn weder Nachdenken noch Laufenlassen noch liebevolles Wollen in der Lage sind, einen Konflikt zu lösen. Es ist schier zum Verrücktwerden: Für manches Problem scheint es einfach keine wirklich gute Lösung zu geben. 

Kinder tun sich da leichter. Sie kommen manchmal mit Ideen und Lösungen, die völlig verrückt zu sein scheinen. Wir tun das rasch als kindliche Spielereien ab. Schade, dass wir die Fähigkeit, verrückt zu denken, im Laufe unseres Lebens verlieren. Dass wir immer mehr erlernten und fixierten, Strukturen folgen. Damit töten wir unsere schöpferische Kraft ab. Im Zen übt man mit sogenannten Koans, eigentlich unlösbaren Problemen. »Wie klingt das Klatschen der einen Hand?«, ist ein solches Koan. Dieses Training ist nicht nur hilfreich für die Meditation, sondern sehr lebensnah. Denn wer von uns erfährt nicht immer wieder Konflikte oder Probleme, die sich auf »normale« Weise nicht bewältigen lassen. Da hilft dann nur eine »verrückte« Lösung, eine, die wir kaum zu denken wagen. Denn auf diese Weise können wir die Fülle des Lebens in seiner Tiefe erfahren. 

Diese Übung ist einfach schön. Tue heute etwas Verrücktes, etwas, das gegen den Strich gebürstet ist, etwas Unkonventionelles, etwas Verbotenes, etwas, das Du bisher nicht einmal zu denken gewagt hast. Allerdings: Tue es zwanglos, ohne dabei unbedingt etwas erreichen zu wollen und ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Nimm wahr, wie schön es ist, einmal verrückt sein zu können.

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